Auswertung Leitstellendaten

Statistische Auswertungen zum Rettungsdienst

Eine genaue, zuverlässige und aktuelle Datenbasis ist die Grundlage für alle Maßnahmen zur Kosten- und Leistungskontrolle sowie zur Qualitätssicherung und unerläßlich für alle Optimierungsmaßnahmen.

Zum Einen wird die erbrachte Leistung dokumentiert und präsentiert und schafft somit Transparenz und eine zuverlässige Gesprächs- und Entscheidungsgrundlage zwischen den Beteiligten im Rettungsdienst, also den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Rettungsdienst, den Aufgabenträgern, Leistungserbringern und Krankenkassen.

Zum Anderen werden mögliche Optimierungspotenziale für den gesamten Zuständigkeitsbereich einer Leitstelle oder für einzelne Rettungswachen-Versorgungsbereiche sichtbar und ermöglichen begleitend entsprechende Umsetzungskonzepte.
Dispositionsstrategien können überprüft und gegebenenfalls auch optimiert werden.

Daher haben wir ein Konzept für eine kontinuierliche, kompakte monatliche Datenanalyse und -dokumentation entwickelt, welche die wichtigsten relevanten Daten zeitnah und grafisch übersichtlich aufbereitet zu einem günstigen Preis zur Verfügung stellt (Vertragsentwurf).
Die Auswertung beschränkt sich auf die üblicherweise aus Einsatzleitsystemen problemlos entnehmbaren Grunddaten, so dass der Arbeitsaufwand hierfür in der Leitstelle nach einer ersten Anpassungsphase minimal ist.

Die Standarddatenauswertung umfasst folgende Parameter:

  • Grundlage für alle Datenanalysen sind die absoluten Einsatzzahlen nach den unterschiedlichen Einsatzarten (Notfall mit und ohne Notarztbeteiligung, Krankentransport), die zughörigen Einsatzraten (in Bezug auf die Wohnbevölkerung des Untersuchungsbereichs) sowie deren Entwicklung gegenüber den Vormonaten.

  • Abb.1: Einsätze und Einsatzraten
    Einsätze und Einsatzraten
  • Eine weitere Aufschlüsselung dieser Daten nach Tageskategorie (Mo.-Do., Fr., Sa., So.) und Stundenintervall ermöglicht differenzierte Aussagen zu Auslastungsspitzen mit möglichen Kapazitätsengpässen und somit besonders hohem Risiko von Duplizitätsfällen bzw. besonders aufkommensschwachen Phasen mit Kapazitätsreserven. Hierdurch wird eine optimale Anpassung der vorhanden Ressourcen an das Einsatzaufkommen und eine schnelle Reaktion auf aktuelle Trends erleichtert.

  • Abb.2: Einsätze nach Tageskategorie und Stundenintervall
    Einsätze nach Tageskategorie und Stundenintervall

  • Wesentliche Parameter sind auch die mittlere Ausrückzeit und besonders die mittlere Hilfsfrist (nach den unterschiedlichen Einsatzarten) und die zugehörigen p90- bzw. p95-Werte, die angeben, in welcher Zeit 90% bzw. 95% der Einsätze bezüglich der Hilfsfrist und Ausrückzeit durchgeführt werden. Hiermit läßt sich überprüfen, ob die Leistungen des Rettungsdienstes den entsprechenden gesetzlichen Ansprüchen genügen (vgl. auch Hilfsfrist der Länder).

  • Abb.3: Mittlere Ausrückzeit, mittlere Hilfsfrist, p90- und p95-Wert
    Mittlere Ausrückzeit, mittlere Hilfsfrist, p90- und p95-Wert

  • Ob und wie stark ausgeprägt räumliche Disparitäten bei der Erfüllung der Hilfsfrist und bei den Ausrückzeiten innerhalb eines Rettungsdienstbereiches bzw. des Zuständigkeitsgebietes einer Leitstelle bestehen, ergibt sich aus einer kartographischen Differenzierung der Ergebnisse nach Rettungswachen-Versorgungsbereichen. Hiermit wird die Arbeit der verschiedenen Rettungswachen vergleichbar (Ausrückzeit) und besondere regionale und lokale Strukturen lassen sich bei der Planung und Analyse der Hilfsfristerfüllung berücksichtigen.

  • Abb.4: Ausrückzeit und Hilfsfrist nach Rettungswachen-Versorgungsbereichen
    Ausrückzeit und Hilfsfrist nach Rettungswachen-Versorgungsbereichen

  • Eine weitere wichtige Planungs- und Dispositionsgröße ist die mittlere Einsatzzeit, differenziert nach den verschiedenen Einsatzklassen.

  • Abb.5: Mittlere Einsatzdauer
    Mittlere Einsatzdauer

  • Auch die mittlere Einsatzzeit läßt sich räumlich nach den einzelnen Rettungswachen-Versorgungsbereichen differenzieren, so dass sich ein differenzierteres Bild, z.B. für städtisch und für ländlich geprägte Versorgungsbereiche, ergibt.

  • Abb.6: Mittlere Einsatzdauer nach Rettungswachen-Versorgungsbereichen
    Mittlere Einsatzdauer nach Rettungswachen-Versorgungsbereichen

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